Dateiübertragung für Videoproduktionsteams
Die Videoproduktion bewegt die größten Dateien aller kreativen Disziplinen, und sie bewegt sie mehrfach: zwischen Schnitt, Farbkorrektur, Ton, Kunde und schließlich Distribution. Der Arbeitsablauf braucht deshalb hohe Übertragungslimits und einen gemeinsamen Ort, an dem die jeweils aktuelle Fassung liegt.
Woher das Volumen kommt
Abnahmefassungen liegen innerhalb des kostenlosen Limits von 20 GB. Master und Rohmaterial verlangen den Tarif Pro mit 250 GB pro Übertragung oder den Tarif Enterprise, in dem das Limit entfällt.
Kostenpflichtige Tarife ab Basic bieten zudem eine höhere Upload- und Downloadgeschwindigkeit, was bei Material dieser Größenordnung unmittelbar auf den Zeitplan durchschlägt.
| Material | Typische Größe |
|---|---|
| Abnahmefassung für den Kunden, komprimiert | 1 bis 5 GB |
| Fertiger Werbespot in hoher Bitrate | 5 bis 30 GB |
| Kompletter Folgenmaster | 30 bis 150 GB |
| Ein Drehtag Rohmaterial | 200 GB und mehr |
Ein Ablauf, der Korrekturschleifen übersteht
- Legen Sie einen Ordner für die Produktion an, mit Unterordnern für Rohmaterial, Schnittfassungen, Ton und Auslieferungsdateien.
- Geben Sie dem internen Team Lese- und Schreibrecht.
- Geben Sie dem Kunden ausschließlich Lesezugriff auf den Abnahmeordner.
- Ersetzen Sie die Schnittfassung an Ort und Stelle, sobald eine neue Version fertig ist, statt einen weiteren Link zu senden.
- Informieren Sie die Beteiligten mit einer kurzen Nachricht, sobald eine neue Version bereitliegt.
- Liefern Sie die finalen Master als Übertragung aus, mit einem Ablaufdatum, das dem Vertrag entspricht.
Warum Versionierung per E-Mail scheitert
- Beteiligte kommentieren eine alte Fassung, die sie vergangene Woche heruntergeladen haben
- niemand weiß mit Sicherheit, welche Datei die finale ist
- Links laufen ab, bevor ein Kunde mit langer Freigabekette dazu kommt
- große Dateien füllen die Postfächer auf beiden Seiten
Ein freigegebener Ordner löst all diese Punkte auf einmal, weil es nur noch eine Adresse gibt, hinter der immer der aktuelle Stand liegt.
Zusammenarbeit über mehrere Gewerke
An einer Produktion arbeiten selten alle im selben Haus. Colorist, Sounddesign, Grafik und Untertitelung sitzen häufig extern und liefern jeweils Material zurück.
Freigegebene Ordner mit Schreibrecht machen aus dieser Rückrichtung einen geregelten Vorgang: Die externen Gewerke laden direkt in den vorgesehenen Unterordner, und das Protokoll der eingehenden Übertragungen zeigt, was wann eingetroffen ist. Teammitglieder unter einem Konto stehen ab dem Tarif Pro zur Verfügung, im Tarif Enterprise wachsen sie kostenlos mit der Kapazität und werden zentral verwaltet.
Sicherheit bei Material unter Sperrfrist
Kampagnenmotive, Trailer und noch nicht ausgestrahlte Folgen dürfen vor dem vereinbarten Termin nicht nach außen gelangen. Das betrifft in der Praxis nicht nur den Kunden, sondern jede externe Station in der Kette.
Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind ab dem Tarif Pro verfügbar. Die Verbindung selbst ist verschlüsselt und wurde von SSL Labs mit A+ bewertet, und die Daten liegen in einem Rechenzentrum in Prag innerhalb der Europäischen Union unter der Datenschutz-Grundverordnung. Für Sender und Werbekunden mit eigenen Compliance-Vorgaben ist der Verarbeitungsort regelmäßig eine Frage im Vertrag.
Das Protokoll eingehender und ausgehender Übertragungen gehört zu den gewöhnlichen Kontofunktionen und dokumentiert, welches Material wann an wen gegangen ist.
Distribution und Archiv
Ist eine Produktion abgeschlossen, müssen die Auslieferungsdateien weiterhin Sender, Festivals und Kunden erreichen, manchmal erst Monate später.
Wer Master im Speicher statt in ablaufenden Übertragungen hält, beantwortet solche Anfragen in Minuten, statt sie von einer lokalen Festplatte wiederherzustellen, die womöglich gar nicht mehr angeschlossen ist. Der Speicher im Tarif Enterprise ist unbegrenzt und geo-redundant.
Häufige Fragen
Wie versenden Produktionsteams Videomaster?
Über Übertragungen mit hohen Limits: 250 GB pro Übertragung im Tarif Pro und ohne Limit im Tarif Enterprise, oder aus dem gemeinsamen Speicher heraus, wenn dasselbe Material wiederholt ausgeliefert wird.
Wie organisieren wir Abnahmerunden mit dem Kunden?
Geben Sie einen Abnahmeordner frei und ersetzen Sie die Schnittfassung an Ort und Stelle. So öffnen alle Beteiligten immer die aktuelle Version statt eines alten Downloads.
Wo bewahren wir fertige Master auf?
Im Speicher statt in ablaufenden Übertragungen, damit spätere Anfragen von Sendern oder Festivals sofort bedient werden können.
Zusammenfassung
Videoproduktion braucht beide Extreme: sehr große einmalige Übertragungen für Master und Rohmaterial und einen freigegebenen Ordner, in dem stets die aktuelle Schnittfassung liegt. Das Ersetzen von Dateien an Ort und Stelle beseitigt die Versionsverwirrung, die Abnahmerunden per E-Mail regelmäßig erzeugen.