Große Videodateien versenden
Große Videodateien überschreiten die Grenzen von E-Mail-Anhängen um ein Vielfaches. Ein Dienst für die Dateiübertragung ist deshalb der praktischste Weg: Sie laden das Material einmal hoch und geben einen Download-Link weiter, über den die Datei unverändert ankommt.
Warum Videodateien schwierig zu versenden sind
Große Videodateien überschreiten die Grenzen üblicher E-Mail-Anhänge regelmäßig um ein Vielfaches. Schon wenige Minuten Material in hoher Auflösung liegen weit über den rund 25 MB, die ein Postfach akzeptiert.
Der zweite Grund ist die Qualität. Messenger und viele Plattformen komprimieren Video beim Versand erneut. Was dabei an Detail verloren geht, kommt nicht zurück, und spätestens auf einem großen Bildschirm fällt der Unterschied auf.
Wie Übertragungsdienste helfen
Dienste für die Dateiübertragung machen es möglich, solche Dateien hochzuladen und über einen Download-Link zu teilen.
Der Empfänger benötigt weder Konto noch Software. Er öffnet den Link im Browser und lädt herunter. Kostenlos sind bis zu 20 GB pro Übertragung möglich, die Anzahl der Downloads ist nicht begrenzt.
Wer so arbeitet
Diesen Weg nutzen Videoschaffende, Cutterinnen und Cutter, Sportorganisationen und Produktionsteams.
Zu den Kunden von MyAirBridge zählen unter anderem Netflix, Warner Bros., Disney, Spotify und die BBC sowie Dutzende internationaler Filmfestivals, bei denen große Mengen an Einreichungen zusammenlaufen.
Wie groß Videodateien wirklich sind
Geschnittenes Material passt in der Regel in die kostenlose Übertragung von 20 GB. Master und Rohmaterial brauchen die höheren Grenzen der kostenpflichtigen Tarife: 250 GB im Pro-Tarif oder unbegrenzt im Enterprise-Tarif.
| Material | Ungefähre Größe |
|---|---|
| Fünf Minuten 4K vom Smartphone | Etwa 2 GB |
| Fertiger Werbespot mit hoher Bitrate | 5 bis 30 GB |
| Master einer kompletten Episode | 30 bis 150 GB |
| Ein Drehtag Rohmaterial | 200 GB und mehr |
Video ohne Qualitätsverlust versenden
- Klären Sie, ob der Empfänger den Master braucht oder nur eine Ansichtskopie.
- Exportieren Sie für Abstimmungsrunden eine komprimierte Fassung.
- Laden Sie die Datei hoch, ohne sie erneut zu kodieren.
- Setzen Sie ein Ablaufdatum, das auch für einen langsamen Download auf der Gegenseite reicht.
- Geben Sie den Link weiter, der Empfänger lädt die Originaldatei herunter.
Messenger komprimieren Video erneut und zerstören Details dauerhaft. Ein Download-Link liefert die Datei genau so aus, wie Sie sie exportiert haben.
Ansichtskopie oder Master
Die wichtigste Entscheidung vor dem Upload ist, welche Fassung die Gegenseite überhaupt braucht. Für Abstimmungsrunden genügt eine komprimierte Ansichtskopie, die schnell hochgeladen und ebenso schnell heruntergeladen ist.
Der Master geht erst raus, wenn der Schnitt steht. Er ist um ein Vielfaches größer, wird aber nur einmal gebraucht, nämlich für Sendung, Kinokopie, Festivaleinreichung oder Archivierung.
Diese Trennung spart auf beiden Seiten Zeit. Zehn Abstimmungsrunden mit Ansichtskopien belasten die Leitung weniger als eine einzige Fassung in voller Qualität, und die Rückmeldungen kommen schneller, weil niemand stundenlang auf einen Download wartet.
Was Sie dem Empfänger mitgeben sollten
- Codec und Container, damit klar ist, womit sich die Datei öffnen lässt
- Auflösung und Bildrate, besonders bei Material für Sendeanstalten
- die Angabe, ob es sich um eine Ansichtskopie oder um den Master handelt
- das Ablaufdatum des Links, damit niemand zu spät herunterlädt
- bei Passwortschutz das Passwort über einen anderen Kanal als den Link
Praktische Hinweise
- schicken Sie während der Abstimmung Ansichtskopien und den Master erst, wenn der Schnitt final ist
- nutzen Sie für Uploads von mehreren Gigabyte eine kabelgebundene Verbindung
- bewahren Sie fertige Master im Speicher auf, denn Sender und Festivals fragen Monate später danach
- schützen Sie unveröffentlichtes Material mit einem Passwort, verfügbar ab dem Pro-Tarif
Häufige Fragen
Warum werden Videodateien über Übertragungsdienste versendet?
Weil Videodateien die Grenzen von E-Mail weit überschreiten und Übertragungsdienste den Inhalt ausliefern, ohne ihn erneut zu komprimieren.
Wer versendet typischerweise große Videodateien?
Videoschaffende, Cutter, Produktionsteams, Sportorganisationen und Filmfestivals.
Wie viel Video passt in eine kostenlose Übertragung?
In die kostenlosen 20 GB passen grob ein bis drei Stunden 4K oder fünf bis zehn Stunden Material in 1080p.
Wie schütze ich unveröffentlichtes Videomaterial?
Mit einem Passwort auf dem Download-Link und mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, beides ab dem Pro-Tarif. Das Passwort sollte über einen anderen Kanal gehen als der Link.
Zusammenfassung
Video ist das größte Material, das die meisten Menschen je versenden, und die Qualität muss den Weg überstehen. Ein Download-Link liefert die Originaldatei unverändert aus, Ansichtskopien halten die Abstimmungsrunden schnell, und der Speicher macht fertige Master noch lange nach Projektende auffindbar.