Wie Architekten und Ingenieure CAD- und BIM-Dateien versenden
Architektur- und Ingenieurprojekte bestehen nicht aus einzelnen Dokumenten, sondern aus vielen miteinander verknüpften Dateien. Sie müssen als vollständiger Satz übergeben werden: unter Beibehaltung der Ordnerstruktur und mit einem Nachweis darüber, was wann übergeben wurde.
Warum der Datensatz wichtiger ist als die einzelne Datei
Eine CAD-Zeichnung verweist auf externe Dateien, ein BIM-Modell trägt verknüpfte Teilmodelle, Familien und Texturen mit sich. Wer eine einzelne Datei ohne ihre Referenzen verschickt, übergibt ein Dokument, das sich nicht korrekt öffnen lässt.
Deshalb sollte eine Übergabe die Ordnerstruktur erhalten und sie nicht zu einer flachen Dateiliste zusammenfassen. Sieht der Empfänger denselben Verzeichnisbaum wie das Planungsteam, findet er auch die Dateien, auf die verwiesen wird.
MyAirBridge überträgt ganze Ordner samt Unterordnern, sodass Pfade und Verknüpfungen so ankommen, wie sie hochgeladen wurden. Alles läuft im Browser, es ist nichts zu installieren, und der Empfänger benötigt kein Konto. Für Baufirmen und Behörden, die keine zusätzliche Software installieren dürfen oder wollen, ist das oft der entscheidende Punkt.
Dokumentation übergeben
- Stellen Sie den vollständigen Projektsatz zusammen, einschließlich Referenzen und verknüpfter Modelle.
- Behalten Sie die ursprüngliche Ordnerstruktur bei.
- Legen Sie eine schlichte Textdatei bei, die beschreibt, was die Lieferung enthält und um welchen Revisionsstand es sich handelt.
- Laden Sie den gesamten Ordner hoch.
- Setzen Sie ein Ablaufdatum, das die Bauphase abdeckt und nicht nur die Prüfung.
- Teilen Sie den Download-Link mit dem Bauherrn, der ausführenden Firma oder der Behörde.
Der Empfänger erhält einen Link, den er im Browser öffnet. Registrierung, Konto oder zusätzliche Software sind auf seiner Seite nicht erforderlich, was den Aufwand für Rückfragen bei jeder Übergabe spürbar senkt.
Typische Datenmengen
Kostenlose Übertragungen decken 20 GB pro Sendung ab, Basic erlaubt 50 GB, Pro hebt die Grenze auf 250 GB an, und Enterprise entfernt sie ganz, was bei großen Infrastrukturprojekten den Unterschied macht.
Zum Vergleich: Ein E-Mail-Anhang endet üblicherweise bei rund 25 MB. Schon ein einzelnes Planpaket sprengt diese Grenze um ein Vielfaches, weshalb der Versand per E-Mail in der Planung praktisch keine Rolle mehr spielt.
| Lieferung | Typische Größe |
|---|---|
| Planpaket als PDF | Unter 500 MB |
| Vollständiges CAD-Projekt | 1 bis 10 GB |
| BIM-Modell mit verknüpften Teilmodellen | 5 bis 40 GB |
| Projektdokumentation inklusive Visualisierungen | 20 GB und mehr |
Warum E-Mail und Datenträger ausscheiden
Der übliche E-Mail-Anhang endet bei etwa 25 MB. Selbst ein stark reduziertes Planpaket überschreitet das, und viele Postfächer weisen große Anhänge bereits am Server ab, bevor der Empfänger sie überhaupt zu sehen bekommt.
Der Weg über USB-Stick oder externe Festplatte funktioniert zwar, verlagert das Problem aber nur. Es bleibt kein Nachweis darüber, was übergeben wurde, der Datenträger geht durch fremde Hände, und bei jeder Revision beginnt der Botengang von vorn.
Ein Download-Link löst beide Punkte. Er transportiert auch mehrere Dutzend Gigabyte, hinterlässt einen Eintrag im Übertragungsprotokoll und lässt sich in wenigen Minuten erneut ausstellen, sobald eine neue Revision vorliegt. Bezahlte Tarife ab Basic bringen zusätzlich eine deutlich höhere Upload- und Download-Geschwindigkeit mit, was bei täglichen Modellständen den Unterschied zwischen einer Übergabe am selben und am nächsten Tag ausmacht.
Revisionen und Nachvollziehbarkeit
- ein freigegebener Ordner je Projekt, darin ein Unterordner je Revision
- Lese- und Schreibrechte für das Planungsteam, reiner Lesezugriff für den Bauherrn
- ein Protokoll der ein- und ausgehenden Übertragungen, das festhält, was wann geliefert wurde
- ein langes oder gar kein Ablaufdatum, denn eine Baustelle überlebt die meisten Link-Laufzeiten
Wenn später strittig wird, welcher Stand übergeben wurde, ist ein Protokoll mehr wert als die Erinnerung der Beteiligten. Das Protokoll der Übertragungen gehört zu den normalen Kontofunktionen und ist an keinen bestimmten Tarif gebunden.
Freigegebene Ordner lassen sich mit Lese- oder mit Lese- und Schreibrechten teilen. So können ausführende Firmen Bestandsaufnahmen und Fotodokumentation zurückliefern, ohne Zugriff auf den gesamten Projektbestand zu erhalten.
Die Daten liegen in einem Rechenzentrum in Prag, Tschechien, also innerhalb der EU und unter der DSGVO. Die Verbindung ist verschlüsselt und wurde von SSL Labs mit A+ bewertet, was bei Ausschreibungen mit öffentlichen Auftraggebern regelmäßig abgefragt wird.
Häufige Fragen
Wie versende ich ein großes BIM-Modell?
Laden Sie den gesamten Ordner mit allen verknüpften Teilmodellen hoch und teilen Sie den Link. Pro erlaubt 250 GB pro Übertragung, Enterprise hebt die Grenze ganz auf.
Wie stelle ich sicher, dass keine Referenzen verloren gehen?
Senden Sie die vollständige Ordnerstruktur statt einzelner Dateien und legen Sie eine kurze Übersicht bei, was der Satz enthält.
Wie lange sollte Projektdokumentation verfügbar bleiben?
Mindestens für die Dauer der Bauphase. Deshalb eignen sich Speicherplatz oder Übertragungen ohne Ablaufdatum besser als kurzlebige Links.
Braucht die Baufirma ein eigenes Konto?
Nein. Für den reinen Download genügt der Link im Browser. Ein Konto ist nur nötig, wenn jemand als Teammitglied dauerhaft in freigegebenen Ordnern arbeiten soll.
Zusammenfassung
CAD- und BIM-Lieferungen müssen als vollständige, strukturierte Sätze ankommen und über die gesamte Projektlaufzeit verfügbar bleiben. Die Übertragung ganzer Ordner erhält die Referenzen, freigegebene Ordner bilden Revisionen ab, und das Protokoll der Übertragungen liefert den Nachweis, den Bauprojekte früher oder später benötigen.