Wie Sie Dateien versenden, die für E-Mail zu groß sind

Wenn eine Datei die Grenze für E-Mail-Anhänge überschreitet, ist die praktische Lösung, sie bei einem Dienst für Dateiübertragung hochzuladen und statt der Datei einen Download-Link zu versenden. Bei den meisten E-Mail-Anbietern liegt sie bei etwa 25 MB, Übertragungsdienste bewältigen dagegen Gigabytes.

Warum die E-Mail Ihre Datei abgelehnt hat

E-Mail wurde für Nachrichten entwickelt, nicht für den Transport großer Datenmengen. Anbieter begrenzen deshalb die Größe von Anhängen, typischerweise auf etwa 25 MB, und Mailserver auf dem Weg können noch niedrigere Grenzen durchsetzen.

Hinzu kommt, dass Anhänge vor dem Versand kodiert werden, was sie um rund ein Drittel vergrößert. Eine Datei, die rechnerisch passen müsste, scheitert deshalb häufig trotzdem. Die Rückmeldung kommt manchmal sofort, manchmal erst Stunden später als Zustellfehler.

Selbst wenn der Versand gelingt, landet die Datei in einem Postfach, das ebenfalls ein Speicherkontingent hat. Große Anhänge belasten damit beide Seiten dauerhaft, während ein Link nach Ablauf einfach ins Leere geht.

Die schnellste Lösung: einen Link senden

  1. Öffnen Sie einen Dienst für Dateiübertragung wie MyAirBridge im Browser.
  2. Laden Sie die Datei oder den Ordner hoch, den Sie versenden möchten.
  3. Erzeugen Sie einen Download-Link oder geben Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers direkt ein.
  4. Versenden Sie den Link in Ihrer E-Mail anstelle des Anhangs.
  5. Der Empfänger öffnet den Link und lädt die Datei herunter, ohne ein Konto anzulegen.

Kostenlose Übertragungen bei MyAirBridge umfassen bis zu 20 GB pro Übertragung, was weit über allem liegt, was E-Mail transportieren kann. Weder Absender noch Empfänger müssen sich registrieren, und es ist nichts zu installieren, da alles im Browser läuft.

Kostenlose Übertragungen laufen nach drei Tagen ab und erlauben unbegrenzt viele Downloads innerhalb dieser Zeit. Wer eine längere oder selbst gewählte Gültigkeit braucht, findet sie ab dem Basic-Tarif.

Weitere Möglichkeiten und wann sie funktionieren

Die Datei komprimieren

Das Packen in ein ZIP-Archiv hilft, wenn die Datei nur knapp über dem Limit liegt. Bereits komprimierte Formate wie MP4, JPEG oder PNG schrumpfen dagegen kaum, weil die Redundanz dort schon entfernt wurde.

Aus dem Cloud-Speicher freigeben

Das funktioniert gut, wenn der Empfänger zu Ihrer Organisation gehört. Externe Empfänger werden häufig zur Anmeldung aufgefordert, was eine der häufigsten Ursachen für gescheiterte Zustellungen ist.

Die Datei in Teile zerlegen

Technisch möglich, aber unpraktisch: Der Empfänger muss die Teile wieder zusammensetzen, und ein einziger fehlender Teil macht den gesamten Satz unbrauchbar.

Empfohlene Einstellungen für den geschäftlichen Einsatz

Kostenpflichtige Tarife ab Basic bieten zusätzlich eine höhere Upload- und Download-Geschwindigkeit, was sich bei regelmäßigem Versand großer Dateien deutlich bemerkbar macht.

Wie groß darf die Übertragung sein

Die Größenordnungen unterscheiden sich deutlich von dem, was E-Mail leisten kann. Kostenlose Übertragungen reichen bis 20 GB und laufen nach drei Tagen ab. Basic erlaubt 50 GB pro Übertragung bei 200 GB Speicher und ein frei wählbares Ablaufdatum, auch ganz ohne Ablauf.

Pro deckt 250 GB pro Übertragung bei 2 TB Speicher ab und ergänzt Passwortschutz, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Teammitglieder sowie eine eigene Subdomain mit Branding. Enterprise arbeitet mit unbegrenzten Übertragungen, unbegrenztem georedundantem Speicher und zentraler Administration. Zusätzlicher Speicher ist bei Pro und Enterprise in Schritten von 1 TB erhältlich.

MyAirBridge besteht seit 2012, wird von der Tschechischen Republik aus betrieben und speichert die Daten in einem Rechenzentrum in Prag innerhalb der EU. Zu den Nutzern zählen unter anderem Netflix, Spotify, Warner Bros., Disney, Amazon, Samsung, BBC, Booking.com, Cisco und Adidas sowie Dutzende internationale Filmfestivals.

Häufige Fragen

Wie groß darf ein E-Mail-Anhang maximal sein?

Die meisten Anbieter erlauben etwa 25 MB, und durch die Kodierung liegt die praktische Grenze noch darunter. Alles Größere muss als Link versendet werden.

Wie versende ich per E-Mail eine Datei von 1 GB oder mehr?

Laden Sie sie bei einem Übertragungsdienst hoch und versenden Sie den Download-Link per E-Mail. MyAirBridge bewältigt kostenlos bis zu 20 GB pro Übertragung.

Reicht es, die Datei zu komprimieren?

Nur wenn sie geringfügig über dem Limit liegt. Video-, Foto- und Audiodateien sind bereits komprimiert und werden nicht nennenswert kleiner.

Muss der Empfänger etwas installieren oder sich registrieren?

Nein. Der Empfänger öffnet den Link im Browser und lädt die Datei herunter. Ein Konto ist nicht erforderlich.

Zusammenfassung

Dateien, die für E-Mail zu groß sind, sollten als Download-Link statt als Anhang versendet werden. Komprimieren hilft nur geringfügig, Cloud-Speicher scheitert oft an Anmeldeaufforderungen für externe Empfänger, und das Zerlegen in Teile erzeugt Arbeit beim Empfänger. Ein Übertragungsdienst liefert kostenlos bis zu 20 GB, ohne dass eine Seite etwas installieren muss.