Wie Fotografen Fotos an Kunden ausliefern
Fotografen liefern Bildstrecken in voller Auflösung, die per E-Mail nicht zu transportieren sind und die Messenger erneut komprimieren würden. Ein Übertragungslink erhält die Originaldateien unverändert, ein freigegebener Ordner hält die Lieferung anschließend für den Kunden verfügbar.
Warum die Qualität den Ausschlag gibt
Messenger-Anwendungen und manche Cloud-Galerien komprimieren Bilder erneut. Das ist nicht hinnehmbar, wenn der Kunde genau für diese Auflösung bezahlt.
Ein Download-Link liefert die Originaldateien Byte für Byte aus, ob es sich um RAW, TIFF oder JPEG in hoher Qualität handelt. Auch eingebettete Metadaten, Farbprofile und Bearbeitungsdaten bleiben dabei erhalten.
Bei MyAirBridge läuft die Übergabe vollständig im Browser, und der Kunde benötigt kein Konto. Das erspart Erklärungen und Rückfragen genau in dem Moment, in dem das Projekt eigentlich abgeschlossen sein sollte.
Eine typische Auslieferung
- Exportieren Sie die ausgewählte Bildstrecke in voller Qualität.
- Laden Sie den Ordner hoch und behalten Sie die Struktur des Shootings bei.
- Setzen Sie ein Ablaufdatum, das dem Kunden genug Zeit zum Herunterladen und Archivieren lässt.
- Ergänzen Sie ein Passwort, falls das Material unter Sperrfrist steht.
- Senden Sie den Link, oder geben Sie den Ordner frei, wenn der Kunde später erneut darauf zugreifen wird.
Wie schwer ein Shooting tatsächlich wiegt
Das kostenlose Übertragungslimit von 20 GB deckt die meisten bearbeiteten Lieferungen ab. Die Übergabe kompletter RAW-Archive verlangt in der Regel einen kostenpflichtigen Tarif: Im Tarif Basic steigt das Limit auf 50 GB pro Übertragung, im Tarif Pro auf 250 GB, und im Tarif Enterprise entfällt es vollständig.
| Lieferung | Typische Größe |
|---|---|
| Porträtsession, bearbeitete JPEG-Dateien | Unter 1 GB |
| Hochzeit, bearbeitete JPEG-Dateien | 5 bis 15 GB |
| Hochzeit einschließlich RAW | 30 bis 100 GB |
| Werbeproduktion mit retuschierten TIFF-Dateien | 20 bis 80 GB |
Die Übergabe professionell gestalten
- eine eigene Subdomain, sodass der Kunde von Ihrer eigenen Adresse herunterlädt
- Ihr Branding auf der Downloadseite statt eines generischen Layouts
- ein freigegebener Ordner je Kunde, in dem die gesamte bisherige Arbeit liegt
- ein großzügig gesetztes Ablaufdatum, damit Kunden nicht später um erneuten Versand bitten
Eigene Subdomain und Branding sind ab dem Tarif Pro verfügbar. Der Unterschied ist kein rein kosmetischer: Die Downloadseite ist oft der letzte Berührungspunkt eines Auftrags und bleibt entsprechend in Erinnerung.
Was Sie zusätzlich zur Bildstrecke mitliefern sollten
- eine kurze Notiz, welche Ordner welche Verwendung abdecken, etwa Web und Druck getrennt
- die Angabe, in welcher Auflösung und welchem Farbraum exportiert wurde
- einen Hinweis auf die Nutzungsrechte, so wie sie im Auftrag vereinbart wurden
- bei Material unter Sperrfrist das Datum, ab dem veröffentlicht werden darf
Eine einfache Textdatei im Ordner erspart erfahrungsgemäß mehrere Rückfragen. Sie kostet zwei Minuten und beantwortet genau die Fragen, die sonst zwei Wochen später per E-Mail zurückkommen, wenn Sie längst am nächsten Projekt arbeiten.
Übergabe unterwegs und direkt vom Set
Nicht jede Lieferung beginnt am Schreibtisch. Bei mehrtägigen Produktionen erwarten Kunden häufig noch am selben Abend eine erste Auswahl.
Da bei MyAirBridge alles im Browser läuft und nichts installiert werden muss, funktioniert der Upload auch vom Laptop im Hotel oder vom Smartphone aus. Der Empfänger benötigt seinerseits kein Konto und öffnet den Link direkt.
Bei schwacher Verbindung lohnt es sich, für die erste Auswahl eine kleinere Vorschaustrecke zu senden und die vollständige Lieferung nach der Rückkehr nachzureichen. In den kostenpflichtigen Tarifen ab Basic ist die Upload- und Downloadgeschwindigkeit zudem höher, was bei umfangreichen Strecken den Unterschied zwischen einem Abend und einer Nacht ausmachen kann.
Wenn der Kunde nach Monaten zurückkommt
Anfragen nach einer erneuten Lieferung kommen selten in der ersten Woche, sondern typischerweise Monate später, wenn ein Bild für eine Broschüre, eine Website oder eine Anzeige gebraucht wird.
Wer solche Aufträge in einem freigegebenen Ordner statt in ablaufenden Übertragungen aufbewahrt, beantwortet die Anfrage mit einem Verweis auf den bestehenden Ordner statt mit einem erneuten Upload von der externen Festplatte. Im Tarif Basic stehen dafür 200 GB Speicher bereit, im Tarif Pro 2 TB, und zusätzlicher Speicher lässt sich in Schritten von 1 TB ergänzen.
Häufige Fragen
Wie sende ich Fotos an einen Kunden, ohne Qualität zu verlieren?
Laden Sie die Originaldateien hoch und senden Sie einen Download-Link. Anders als Messenger komprimiert ein Übertragungsdienst die Bilder nicht erneut.
Wie liefere ich RAW-Dateien aus?
RAW-Strecken sind umfangreich, deshalb sind meist kostenpflichtige Tarife nötig: 250 GB pro Übertragung im Tarif Pro, ohne Limit im Tarif Enterprise.
Wie vermeide ich, dass Kunden Monate später erneut nach den Dateien fragen?
Bewahren Sie das Material in einem freigegebenen Ordner je Kunde auf, statt einmalige Übertragungen zu senden, die ablaufen.
Zusammenfassung
Fotografen brauchen eine Auslieferung, die die Originale erhält und verfügbar bleibt. Ein Übertragungslink verhindert erneute Komprimierung, ein freigegebener Ordner hält das Archiv des Kunden an einer Stelle, und das Branding im Tarif Pro macht die Übergabe zum Teil der Leistung statt zu einer generischen Downloadseite.