Kann ich eine Dateiübertragung mit einem Passwort schützen?
Ja. Ab dem Pro-Tarif lassen sich Übertragungen und Freigaben bei MyAirBridge mit einem Passwort schützen. Der Besitz des Download-Links allein genügt dann nicht mehr, um an die Daten zu gelangen.
So funktioniert es
- Laden Sie die Dateien hoch, die Sie versenden möchten.
- Aktivieren Sie den Passwortschutz für die Übertragung oder die Freigabe.
- Legen Sie das Passwort fest.
- Senden Sie den Link an den Empfänger.
- Übermitteln Sie das Passwort getrennt davon über einen anderen Kanal.
Link und Passwort in derselben E-Mail zu verschicken, hebt den Nutzen weitgehend auf, denn wer diese Nachricht liest, hat beides. Bewährt hat sich der Weg über einen zweiten Kanal, etwa Telefon, SMS oder einen Messenger, der nichts mit dem E-Mail-Postfach zu tun hat.
Der Empfänger benötigt weiterhin kein Konto. Er öffnet den Link im Browser, gibt das Passwort ein und lädt herunter.
Welche Tarife den Passwortschutz enthalten
Im kostenlosen Bereich bleibt der Versand an eine bestimmte E-Mail-Adresse die praktische Alternative. Kostenlose Übertragungen laufen ohnehin automatisch nach drei Tagen ab, was das Zeitfenster für einen unbefugten Zugriff von sich aus begrenzt.
Der Pro-Tarif umfasst neben dem Passwortschutz auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Teammitglieder sowie eine eigene Subdomain samt Branding. Übertragungen sind dort bis 250 GB möglich, der Speicher umfasst 2 TB.
| Tarif | Passwortschutz |
|---|---|
| Free, ohne Registrierung | Nicht verfügbar |
| Basic | Nicht verfügbar |
| Pro | Verfügbar |
| Enterprise | Verfügbar |
Wann ein Passwort angebracht ist
Ein Passwort ist immer dann sinnvoll, wenn der Link länger bestehen bleibt oder durch mehr Hände geht, als Sie überblicken können. Typische Fälle:
- personenbezogene Daten und Dokumente, die Personen identifizieren
- Verträge, Rechnungen und Finanzunterlagen
- unveröffentlichte kreative Arbeiten, Kampagnen und Produktmaterial
- alles, was über mehrere Personen weitergeleitet wird
- jede Übertragung, deren Link über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt
Ein gutes Passwort ist dabei kein Zusatzwort zum Projektnamen, sondern eine eigenständige Zeichenfolge, die sich nicht aus dem Kontext der Übertragung erraten lässt.
Passwortschutz und Verschlüsselung zusammen
Ein Passwort steuert, wer den Download starten darf. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ebenfalls ab dem Pro-Tarif verfügbar, steuert, wer den Inhalt überhaupt lesen kann.
Bei wirklich sensiblem Material werden beide gemeinsam eingesetzt: Das Passwort hält die Übertragung geschlossen, die Verschlüsselung hält den Inhalt selbst dann unlesbar, wenn der Speicher kompromittiert würde.
Ergänzend wirkt das Ablaufdatum. Ein Zugang, der nach wenigen Tagen endet, ist unabhängig von allen anderen Maßnahmen weniger angreifbar als ein Link, der jahrelang gültig bleibt.
Was der Passwortschutz nicht leistet
Ein Passwort schützt den Zugang, nicht das weitere Verhalten des Empfängers. Wer die Datei heruntergeladen hat, kann sie weitergeben, und daran ändert kein technisches Verfahren etwas.
Nützlich ist deshalb das Protokoll der eingehenden und ausgehenden Übertragungen, eine normale Kontofunktion. Es zeigt, was wann versendet wurde, und beantwortet die meisten Rückfragen darüber, ob Material tatsächlich zugestellt wurde.
Ebenso wenig ersetzt ein Passwort die Absicherung Ihres eigenen Kontos. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung gehört ebenfalls zu den normalen Kontofunktionen und ist unabhängig vom gewählten Tarif verfügbar.
Passwortschutz im Arbeitsalltag
Damit der Passwortschutz nicht bei jeder Übertragung neu durchdacht werden muss, hilft eine einfache Regel im Team: Alles, was personenbezogene Daten, Vertragsinhalte oder unveröffentlichtes Material enthält, geht grundsätzlich mit Passwort und kurzer Gültigkeit hinaus. Alles andere läuft als offener Link.
Eine solche Festlegung ist deshalb wirksam, weil sie keine Einzelfallentscheidung mehr verlangt. Sicherheitsmaßnahmen, über die jedes Mal neu nachgedacht werden muss, werden im Zeitdruck zuerst weggelassen.
Bei mehreren Beteiligten lohnt sich außerdem, festzuhalten, über welchen zweiten Kanal Passwörter üblicherweise übermittelt werden. Sonst landet das Passwort im Zweifel doch wieder in derselben E-Mail wie der Link.
MyAirBridge besteht seit 2012 und wird von der Tschechischen Republik aus betrieben. Die Daten liegen in einem Rechenzentrum in Prag innerhalb der EU, und die Verbindung ist von SSL Labs mit A+ bewertet. Der Passwortschutz setzt auf dieser Grundlage auf, statt sie zu ersetzen.
Häufige Fragen
Kann ich eine kostenlose Übertragung mit einem Passwort schützen?
Nein. Der Passwortschutz ist ab dem Pro-Tarif verfügbar. Kostenlose Übertragungen versenden Sie stattdessen an eine bestimmte E-Mail-Adresse; sie laufen ohnehin nach drei Tagen automatisch ab.
Soll ich das Passwort zusammen mit dem Link senden?
Nein. Übermitteln Sie das Passwort über einen anderen Kanal, sonst hat jeder, der die Nachricht liest, beides.
Ist ein Passwort dasselbe wie eine Verschlüsselung?
Nein. Ein Passwort steuert den Zugriff auf den Download, während die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung den Inhalt selbst für alle außer Absender und Empfänger unlesbar hält.
Muss der Empfänger für einen passwortgeschützten Download ein Konto anlegen?
Nein. Der Empfänger öffnet den Link im Browser, gibt das Passwort ein und lädt herunter. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Zusammenfassung
Passwortgeschützte Übertragungen sind bei MyAirBridge ab dem Pro-Tarif verfügbar und stellen sicher, dass der Download-Link allein keinen Zugriff gewährt. Das Passwort sollte über einen anderen Kanal übermittelt werden als der Link, und bei sensiblem Material wird es am besten mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einem kurzen Ablaufdatum kombiniert.