Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Dateiübertragung erklärt

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass die Daten bereits beim Absender verschlüsselt werden und nur vom vorgesehenen Empfänger wieder entschlüsselt werden können. Anders als bei der reinen Transportverschlüsselung kann niemand dazwischen den Inhalt lesen, auch der Betreiber des Dienstes nicht.

Zwei verschiedene Arten der Verschlüsselung

Im Alltag werden beide Begriffe oft vermischt, obwohl sie unterschiedliche Dinge schützen. Der Unterschied wird sofort verständlich, wenn man sich fragt, an welcher Stelle die Daten unlesbar sind und an welcher Stelle sie wieder im Klartext vorliegen.

Verschlüsselung während der Übertragung

Diese Form schützt die Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem Server. Sie verhindert, dass jemand im Netzwerk die Daten während der Übertragung mitlesen kann, etwa in einem offenen WLAN oder an einem Knotenpunkt auf dem Weg. Jeder seriöse Dienst setzt sie ein, und MyAirBridge erreicht dafür die Bewertung A+ von SSL Labs.

Sobald die Daten jedoch auf dem Server angekommen sind, liegen sie dort in einer Form vor, die die Infrastruktur grundsätzlich verarbeiten kann. Der Schutz endet also am Server.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Diese Form schützt den Inhalt selbst. Die Daten werden auf der Seite des Absenders verschlüsselt und bleiben auch während der Speicherung verschlüsselt. Die Infrastruktur, die sie transportiert und speichert, kann sie deshalb nicht lesen.

Der Schlüssel bleibt bei den Beteiligten. Damit verschiebt sich das Vertrauen weg vom Betreiber hin zum Verfahren selbst, was bei besonders schutzbedürftigem Material den entscheidenden Unterschied macht.

Vergleich der beiden Verfahren

Die folgende Übersicht zeigt, wogegen die jeweilige Verschlüsselung tatsächlich schützt und in welchen Tarifen sie bei MyAirBridge verfügbar ist.

Transportverschlüsselung Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Schutz vor Mitlesen im Netzwerk Ja Ja
Inhalt auf dem Server lesbar Ja Nein
Schutz bei kompromittiertem Speicher Nein Ja
Verfügbarkeit bei MyAirBridge Alle Tarife Pro und Enterprise

Wann sich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung lohnt

Nicht jede Übertragung braucht die maximale Schutzstufe. Sinnvoll ist deshalb die Frage, welche Folgen ein unbefugter Zugriff hätte. Fallen darunter rechtliche, finanzielle oder persönliche Konsequenzen, gehört die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dazu.

Für Routinematerial ist die Transportverschlüsselung in Kombination mit einem Passwort und einem vernünftigen Ablaufdatum in der Regel angemessen. Sicherheit, die den Arbeitsalltag unnötig verlangsamt, wird erfahrungsgemäß umgangen und schützt am Ende weniger als ein Verfahren, das die Beteiligten tatsächlich einhalten.

Was Verschlüsselung nicht löst

Verschlüsselung schützt den Inhalt, nicht die Entscheidungen darum herum. Wenn der Empfänger die entschlüsselte Datei weiterleitet oder die Zugangsdaten unbedacht weitergibt, kann kein Verfahren das verhindern.

Sie ist eine Schicht neben der Zugriffskontrolle, dem Ablaufdatum und der Praxis, Übertragungen an namentlich genannte Empfänger zu senden, statt öffentliche Links zu verteilen. Erst das Zusammenspiel dieser Maßnahmen ergibt ein belastbares Vorgehen.

Ebenso wenig ersetzt Verschlüsselung die organisatorische Seite: klare Zuständigkeiten, ein bewusster Umgang mit Links und die Frage, wie lange ein Zugang überhaupt bestehen muss.

Verschlüsselung und Speicherort

Die Frage nach der Verschlüsselung wird häufig zusammen mit der Frage nach dem Speicherort gestellt, weil beide zusammen darüber entscheiden, welchem Rechtsrahmen die Daten unterliegen. MyAirBridge speichert die Daten in einem Rechenzentrum in Prag in der Tschechischen Republik und damit innerhalb der EU unter der DSGVO.

Für viele Organisationen ist diese Kombination der eigentliche Punkt: europäischer Speicherort für den rechtlichen Rahmen, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die technische Absicherung des Inhalts. MyAirBridge besteht seit 2012 und wird von der Tschechischen Republik aus betrieben.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen verschlüsselter Übertragung und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Die verschlüsselte Übertragung schützt die Verbindung, sodass niemand im Netzwerk die Daten mitlesen kann. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt den Inhalt selbst, sodass er auch auf dem Server nicht lesbar ist.

Bietet MyAirBridge Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an?

Ja, in den Tarifen Pro und Enterprise. Alle Tarife nutzen eine verschlüsselte Verbindung, die von SSL Labs mit A+ bewertet ist.

Ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für jede Übertragung nötig?

Nein. Sie lohnt sich bei sensiblem Material. Für Routinedateien genügt normalerweise die Transportverschlüsselung zusammen mit einem Passwort und einem passenden Ablaufdatum.

Kann ich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Passwort kombinieren?

Ja, und genau das ist bei vertraulichem Material die übliche Praxis. Das Passwort steuert, wer den Download starten darf, die Verschlüsselung sorgt dafür, dass der Inhalt darüber hinaus unlesbar bleibt.

Zusammenfassung

Die Verschlüsselung während der Übertragung schützt die Verbindung, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt den Inhalt vor allen Beteiligten einschließlich des Dienstbetreibers. MyAirBridge bietet die mit A+ bewertete Transportverschlüsselung in allen Tarifen und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in den Tarifen Pro und Enterprise. Für Routinematerial genügt die Grundabsicherung, für vertrauliche Inhalte ist die zusätzliche Schicht die passende Wahl.