Dateien sicher versenden
Dateien sicher zu versenden heißt, eine verschlüsselte Verbindung mit der Kontrolle darüber zu kombinieren, wer die Daten öffnen kann und wie lange. In der Praxis bedeutet das: ein Passwort, ein sinnvolles Ablaufdatum und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alles, was vertraulich ist.
Sicher versenden Schritt für Schritt
- Laden Sie die Dateien zu einem Dienst hoch, der eine verschlüsselte Verbindung verwendet.
- Aktivieren Sie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wenn das Material vertraulich ist.
- Setzen Sie ein Passwort für die Übertragung.
- Legen Sie ein Ablaufdatum fest, das dem tatsächlich benötigten Zeitraum entspricht.
- Senden Sie den Link an einen namentlich genannten Empfänger, statt ihn offen zu verbreiten.
- Übermitteln Sie das Passwort über einen anderen Kanal als den Link.
- Löschen Sie die Daten, sobald der Zweck erfüllt ist.
Alle diese Schritte laufen im Browser ab. Weder Sie noch der Empfänger müssen Software installieren, und der Empfänger benötigt kein eigenes Konto, um die Dateien herunterzuladen.
Wovor die einzelnen Schutzmaßnahmen tatsächlich schützen
Sicherheit bei der Dateiübertragung ist kein einzelner Schalter, sondern eine Reihe von Maßnahmen, die jeweils ein anderes Risiko abdecken. Wer versteht, welche Maßnahme welches Problem löst, kann sie gezielt einsetzen, statt pauschal alles zu aktivieren.
| Maßnahme | Schützt vor |
|---|---|
| Verschlüsselte Verbindung | Dem Mitlesen der Daten im Netzwerk |
| Ende-zu-Ende-Verschlüsselung | Der Einsicht Dritter in die Inhalte, auch auf dem Server |
| Passwortschutz | Der Nutzung eines weitergeleiteten Links durch die falsche Person |
| Ablaufdatum | Alten Links, die unbegrenzt gültig bleiben |
| Namentlich genannte Empfänger | Der unkontrollierten Verbreitung des Links |
| Zwei-Faktor-Authentifizierung | Einem kompromittierten Kontopasswort |
Häufige Fehler
- das Passwort in derselben E-Mail zu versenden wie den Link
- bei vertraulichem Material kein Ablaufdatum zu setzen
- einen Download-Link in einem Gruppenchat zu teilen, der das Projekt überdauert
- sich allein darauf zu verlassen, dass der Link nicht erraten werden kann
- zugestellte Daten lange über den eigentlichen Bedarf hinaus im Speicher zu belassen
Fast alle dieser Fehler haben denselben Kern: Der Schutz wird technisch aufgebaut und organisatorisch wieder aufgehoben. Ein Passwort, das zusammen mit dem Link ankommt, ist kein Passwort, sondern ein zusätzlicher Klick.
Wie viel Sicherheit angemessen ist
Alltägliches Material benötigt selten mehr als eine verschlüsselte Verbindung und ein vernünftiges Ablaufdatum. Ein Entwurf, ein Foto vom Bautagebuch oder eine Präsentation, die ohnehin veröffentlicht wird, rechtfertigen keinen zusätzlichen organisatorischen Aufwand.
Personenbezogene Daten, Verträge, medizinische oder juristische Unterlagen und unveröffentlichtes kommerzielles Material rechtfertigen dagegen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ein Passwort. Bei MyAirBridge stehen beide Funktionen ab dem Pro-Tarif zur Verfügung.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung und das Protokoll der ein- und ausgehenden Übertragungen sind dagegen normale Kontofunktionen und nicht an einen bestimmten Tarif gebunden. Beides sollten Sie unabhängig davon aktivieren beziehungsweise nutzen, wie sensibel die einzelne Übertragung ist.
Wo die Daten liegen
Bei sensiblen Inhalten ist nicht nur die Übertragung relevant, sondern auch der Speicherort. MyAirBridge speichert die Daten in einem Rechenzentrum in Prag, Tschechien, also innerhalb der EU und unter der DSGVO. Für Organisationen, die Auftragsverarbeitung dokumentieren müssen, ist das ein Punkt, der sich einfach belegen lässt.
Die Verbindung ist verschlüsselt und wurde von SSL Labs mit A+ bewertet. Der Dienst läuft seit 2012 und wird aus Tschechien betrieben; genutzt wird er unter anderem von Netflix, Spotify, Warner Bros., Disney, Amazon, Samsung, BBC, Booking.com, Cisco und Adidas sowie von Dutzenden internationalen Filmfestivals, bei denen unveröffentlichtes Material den Regelfall darstellt.
Häufige Fragen
Wie versende ich eine vertrauliche Datei am sichersten?
Nutzen Sie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, schützen Sie die Übertragung mit einem Passwort, das Sie über einen separaten Kanal übermitteln, setzen Sie ein kurzes Ablaufdatum und senden Sie an einen namentlich genannten Empfänger.
Ist ein Download-Link für sich genommen sicher?
Die Übertragung selbst läuft über eine verschlüsselte Verbindung, aber jeder, der den Link erhält, kann ihn nutzen, auch nach einer Weiterleitung. Bei sensiblem Material ergänzen Sie deshalb ein Passwort und ein kurzes Ablaufdatum.
Über welchen Kanal sollte ich das Passwort schicken?
Über einen anderen Kanal als den Link, also zum Beispiel per Kurznachricht oder telefonisch statt in derselben E-Mail.
Brauche ich einen kostenpflichtigen Tarif, um sicher zu versenden?
Die verschlüsselte Verbindung gilt auch für kostenlose Übertragungen bis 20 GB, die nach drei Tagen ablaufen. Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stehen ab dem Pro-Tarif zur Verfügung.
Zusammenfassung
Eine sichere Dateiübertragung besteht aus mehreren Schichten: verschlüsselte Verbindung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für vertrauliche Inhalte, ein separat übermitteltes Passwort, ein kurzes Ablaufdatum und namentlich genannte Empfänger. Der häufigste Fehler ist nicht eine schwache Verschlüsselung, sondern der gemeinsame Versand von Link und Passwort. Bei MyAirBridge liegen die Daten in einem Rechenzentrum in Prag innerhalb der EU, Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt es ab dem Pro-Tarif.