Welche Dateitypen kann ich versenden?

Jeder Dateityp lässt sich übertragen. Ein Dienst für Dateiübertragung bewegt Daten, ohne sie zu interpretieren, deshalb reisen Video, RAW-Fotos, Designdateien, Archive, Datensätze und ausführbare Programme auf genau demselben Weg.

Warum das Format keine Rolle spielt

Anders als E-Mail, die Anhänge prüft und bestimmte Typen häufig blockiert, behandelt ein Übertragungsdienst die Datei als reinen Bytestrom. Der Empfänger lädt exakt das herunter, was hochgeladen wurde.

Deshalb lassen sich auch Formate problemlos versenden, die E-Mail-Server ablehnen, etwa ausführbare Dateien oder große Archive. Für Sie entfällt damit das übliche Umbenennen, mit dem Anhänge sonst an Filtern vorbeigeschmuggelt werden.

Häufig übertragene Formate

Die Liste ist nicht abschließend, sondern zeigt nur, was in der Praxis am häufigsten unterwegs ist. Auch Formate, die hier nicht auftauchen, werden ganz genauso behandelt.

Kategorie Beispiele
Video MP4, MOV, MXF, ProRes, R3D
Foto JPEG, PNG, TIFF, RAW, DNG, PSD
Audio WAV, AIFF, FLAC, MP3, Projektordner
Design und Druck PDF, AI, INDD, verpackte Layouts
Technik DWG, DXF, IFC, RVT, STEP
Daten CSV, JSON, SQL-Dumps, wissenschaftliche Datensätze
Archive ZIP, RAR, 7z, TAR
Dokumente DOCX, XLSX, PPTX, PDF

Das Original bleibt erhalten

Das ist überall dort entscheidend, wo das Material weiterverarbeitet wird: im Druck, in der Fotografie, im Audio-Mastering und in jeder Produktionskette, in der die Datei noch mehrere Stationen durchläuft.

Praktische Hinweise für den Versand

Fassen Sie viele kleine Dateien in einem Archiv zusammen; das beschleunigt den Upload spürbar, weil nicht für jede einzelne Datei ein eigener Vorgang anfällt. Große Einzeldateien laden Sie dagegen direkt hoch, ein zusätzliches Verpacken bringt dort nichts.

Sagen Sie dem Empfänger außerdem dazu, welche Software er für das Material braucht, wenn das Format speziell ist. Ein RVT-Modell oder eine R3D-Sequenz lässt sich technisch problemlos übertragen, nützt aber nur jemandem, der sie öffnen kann.

Bedenken Sie außerdem, dass die Größe zählt und nicht der Typ: Ob 18 GB aus einem Videoschnitt oder aus einem Datensatz stammen, macht für die Übertragung keinen Unterschied.

Was bei Archiven zu beachten ist

ZIP, RAR, 7z und TAR werden vollständig unterstützt, auch in Größen, an denen E-Mail und viele Systeme scheitern. Ein Archiv ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Ordnerstruktur exakt so ankommen soll, wie sie aufgebaut wurde, oder wenn Tausende kleiner Dateien zu einer Sendung gehören.

Erwarten Sie beim Packen aber keine großen Sprünge beim Volumen. Video, JPEG und viele RAW-Formate sind bereits komprimiert und schrumpfen kaum noch. Der Gewinn liegt beim Tempo des Uploads und bei der Ordnung, nicht bei der Dateigröße.

Achten Sie bei mehrteiligen Archiven darauf, wirklich alle Teile mitzuschicken. Fehlt ein Segment, lässt sich das Archiv beim Empfänger nicht öffnen, obwohl die Übertragung selbst einwandfrei gelaufen ist.

Warum E-Mail beim Dateityp so viel strenger ist

E-Mail-Server prüfen Anhänge, weil sie historisch der wichtigste Weg für Schadsoftware waren. Deshalb werden ausführbare Dateien, Skripte und manchmal sogar passwortgeschützte Archive kommentarlos entfernt, oft ohne dass Absender oder Empfänger davon erfahren.

Dazu kommt die Größenbeschränkung von typischerweise rund 25 MB pro Anhang. Beide Einschränkungen entfallen bei einer Dateiübertragung: Es wird ein Download-Link versendet und nicht die Datei selbst, und die Daten liegen bis zum Abruf auf einem Server statt in einem Postfach.

Für vertrauliches Material stehen in den Tarifen Pro und Enterprise zusätzlich Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereit. Die Verbindung selbst ist immer verschlüsselt und wird von SSL Labs mit A+ bewertet.

Häufige Fragen

Werden bestimmte Dateitypen blockiert?

Ein Übertragungsdienst bewegt Daten, ohne sie zu interpretieren. Formate, die E-Mail blockiert, etwa ausführbare Dateien und große Archive, werden deshalb ganz normal übertragen.

Wird meine Datei komprimiert oder verändert?

Nein. Die heruntergeladene Datei ist mit der hochgeladenen identisch, einschließlich Metadaten und Farbprofilen.

Kann ich einen ganzen Ordner statt einzelner Dateien senden?

Ja, und die Ordnerstruktur bleibt für den Empfänger erhalten.

Spielt der Dateityp für die Größenbegrenzung eine Rolle?

Nein. Es zählt allein die Gesamtgröße der Übertragung, unabhängig davon, welche Formate darin enthalten sind.

Zusammenfassung

Der Dateityp ist beim Online-Versand keine Einschränkung: Video, RAW, Design, technische Formate und Datensätze werden als reine Bytes übertragen und kommen unverändert an, inklusive Metadaten und Ordnerstruktur. Die echten Grenzen sind Größe und Upload-Zeit. Viele kleine Dateien vorher zu archivieren, macht den Upload deutlich schneller.