Große ZIP-Dateien versenden
Ein großes ZIP-Archiv versenden Sie wie jede andere große Datei: zu einem Übertragungsdienst hochladen und den Download-Link weitergeben. Das Aufteilen in mehrere Teile ist selten nötig und erzeugt ein vermeidbares Risiko.
Ein Archiv versenden
- Prüfen Sie die endgültige Größe des Archivs, bevor Sie es hochladen.
- Laden Sie es zum Übertragungsdienst hoch.
- Setzen Sie ein Ablaufdatum, das dem Empfänger genug Zeit zum Herunterladen lässt.
- Ergänzen Sie ein Passwort, wenn der Inhalt vertraulich ist.
- Teilen Sie den Download-Link und beschreiben Sie kurz, was das Archiv enthält.
Für sehr große Archive empfiehlt sich eine stabile Verbindung, im Idealfall über Kabel statt WLAN. Kostenpflichtige Tarife ab Basic bieten außerdem eine höhere Upload- und Download-Geschwindigkeit, was sich bei zweistelligen Gigabyte-Mengen deutlich bemerkbar macht.
Warum geteilte Archive Probleme verursachen
- jeder Teil muss vollständig ankommen, ein fehlender Teil macht den gesamten Satz unbrauchbar
- der Empfänger benötigt das passende Programm, um die Teile wieder zusammenzuführen
- unvollständige Downloads werden leicht für vollständige gehalten
- die Fehlersuche dauert am Ende länger, als der ursprüngliche Upload gedauert hätte
- bei mehreren Empfängern vervielfacht sich das Problem, weil jeder alle Teile benötigt
Bei einem kostenlosen Übertragungslimit von 20 GB und unbegrenzter Größe im Enterprise-Tarif ist das Aufteilen ohnehin meist überflüssig. Der Basic-Tarif deckt 50 GB pro Übertragung ab, der Pro-Tarif 250 GB.
Das Aufteilen stammt aus einer Zeit, in der Datenträger und E-Mail-Anhänge die Größe vorgaben. Bei einem Anhangslimit von rund 25 MB war es die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas Größeres zuzustellen. Diese Einschränkung besteht bei einem Übertragungsdienst nicht mehr, die Gewohnheit aber häufig schon.
Wenn sich das Archiv nicht öffnen lässt
Unvollständiger Download
Die häufigste Ursache. Vergleichen Sie die heruntergeladene Größe mit dem Original und laden Sie erneut herunter, wenn beide voneinander abweichen.
Abgebrochener Upload
Laden Sie über eine stabile Verbindung erneut hoch, bei sehr großen Archiven möglichst über Kabel.
Nicht unterstütztes Archivformat
ZIP versteht praktisch jedes System. Seltenere Formate erfordern unter Umständen Software, die der Empfänger nicht installiert hat.
Falsches oder fehlendes Passwort
Wenn Sie das Archiv selbst mit einem Passwort versehen haben, prüfen Sie, ob der Empfänger es überhaupt erhalten hat. Ein Passwortschutz auf Ebene der Übertragung ist hier meist die übersichtlichere Lösung.
Vor dem Hochladen prüfen
- die endgültige Größe des Archivs, damit Sie wissen, welches Übertragungslimit greift
- ob wirklich alles hineingehört, denn Zwischenstände und alte Exporte blähen Archive erheblich auf
- ob der Name des Archivs für den Empfänger verständlich ist, nicht nur für Sie
- ob ZIP das richtige Format ist, denn seltenere Formate benötigen beim Empfänger passende Software
- ob das Material vertraulich ist und deshalb Passwortschutz oder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung braucht
Diese Prüfung dauert eine Minute und verhindert die weitaus zeitaufwendigere Variante, bei der der Empfänger nach zwei Tagen meldet, dass etwas fehlt oder sich nichts öffnen lässt.
Alternative zum Archiv
Wenn der Empfänger nur einen Teil der Dateien benötigt, ist das Hochladen eines Ordners statt eines Archivs die bessere Wahl. Er entnimmt dann genau das, was er braucht, ohne alles herunterladen und entpacken zu müssen. Das spart auf beiden Seiten Zeit und macht sofort sichtbar, was überhaupt geliefert wurde.
Für Material, das eine Gruppe über einen längeren Zeitraum nutzt, ist ein freigegebener Ordner sinnvoller als wiederkehrende Archive. Neue Inhalte sind dort sofort sichtbar, ohne dass Sie eine neue Übertragung erstellen müssen. Freigegebene Ordner lassen sich bei MyAirBridge mit Lesezugriff oder mit Lese- und Schreibzugriff vergeben.
Zum Vergleich: Ein E-Mail-Anhang ist typischerweise bei rund 25 MB begrenzt. Das ist der eigentliche Grund, warum große Archive überhaupt entstanden sind, und zugleich der Grund, warum sie in dieser Form heute nicht mehr nötig sind.
Häufige Fragen
Wie versende ich eine ZIP-Datei mit mehreren Gigabyte?
Laden Sie sie zu einem Übertragungsdienst hoch und geben Sie den Download-Link weiter. MyAirBridge deckt kostenlos bis zu 20 GB pro Übertragung ab.
Sollte ich ein großes Archiv in Teile aufteilen?
In der Regel nicht. Geteilte Archive scheitern, sobald ein Teil fehlt oder unvollständig ist, und die heutigen Übertragungslimits machen das Aufteilen überflüssig.
Warum kann der Empfänger mein Archiv nicht öffnen?
Meist war der Download unvollständig. Der Vergleich der Dateigrößen ist der schnellste Weg, das zu bestätigen.
Zusammenfassung
Große ZIP-Archive laden Sie am besten vollständig hoch und stellen sie über einen Download-Link zu. Das Aufteilen schafft Fehlerquellen, die bei Übertragungslimits von 20 GB und mehr unnötig sind, und die meisten Archivprobleme sind schlicht unvollständige Downloads. Braucht der Empfänger nur einen Teil des Materials, ist ein hochgeladener Ordner die praktischere Alternative.