Wie Musikproduzenten Audiodateien und Stems austauschen
In der Musikproduktion wird unkomprimiertes Audio ausgetauscht: Stems, Multitrack-Sessions und Master. Alles, was das Material erneut komprimiert, ist unbrauchbar, und ein Session-Ordner erreicht schnell mehrere Gigabyte.
Warum Kompression nicht infrage kommt
Mixing und Mastering leben von der vollen Dynamik des Ausgangsmaterials. Audio, das über Messenger geschickt oder in ein verlustbehaftetes Format gewandelt wird, verliert Informationen, die sich nicht zurückholen lassen.
Ein Download-Link liefert WAV, AIFF oder einen kompletten Session-Ordner exakt so aus, wie er exportiert wurde. Es findet keine Umwandlung statt, die Datei kommt Byte für Byte identisch an.
Das gilt auch für Dateitypen, an denen E-Mail-Systeme scheitern: große Archive, Projektdateien der DAW oder Sample-Bibliotheken. Eine Dateiübertragung interpretiert den Inhalt nicht, sie transportiert ihn.
Typische Übergaben
Kostenlos lassen sich 20 GB pro Übertragung versenden, was für Stems einzelner Tracks in der Regel ausreicht. Ganze Sessions und Albumprojekte fallen in den Bereich von Pro mit 250 GB pro Übertragung oder Enterprise ohne Mengenbegrenzung.
Wer laufend mit denselben Beteiligten arbeitet, braucht zusätzlich Speicherplatz statt nur Versand: 200 GB bei Basic, 2 TB bei Pro, bei Pro und Enterprise erweiterbar in Schritten von 1 TB. Erst damit können Projekte zwischen den Runden liegen bleiben, ohne dass sie jedes Mal neu hochgeladen werden müssen.
| Lieferung | Typische Größe |
|---|---|
| Einzelnes WAV-Master | Unter 100 MB |
| Stems für einen Track | 1 bis 5 GB |
| Vollständige Multitrack-Session | 5 bis 50 GB |
| Albumprojekt mit Alternativversionen | 50 GB und mehr |
Ein Ablauf zwischen Studio und Künstler
- Exportieren Sie die Stems oder packen Sie die Session mitsamt ihren Audiodateien zusammen.
- Laden Sie den Ordner hoch statt einzelner Spuren.
- Benennen Sie die Lieferung nach Track und Revisionsstand.
- Geben Sie den Ordner für die Beteiligten frei, die ihn tatsächlich brauchen.
- Ersetzen Sie Dateien direkt im Ordner, sobald ein neuer Mix fertig ist.
- Liefern Sie das finale Master als Übertragung mit langer Gültigkeit aus.
Der Vorteil des freigegebenen Ordners liegt darin, dass es nur eine gültige Fassung gibt. Niemand mischt versehentlich gegen einen Stem von vorletzter Woche, weil in seinem Postfach noch ein älterer Link liegt.
Zeit, Geschwindigkeit und Studioablauf
Eine Session von dreißig Gigabyte ist keine Sache von Sekunden. Die Dauer hängt fast ausschließlich an der Upload-Geschwindigkeit der Leitung, weshalb große Lieferungen sinnvollerweise dann starten, wenn im Studio ohnehin nicht gearbeitet wird.
Bezahlte Tarife ab Basic bieten eine deutlich höhere Upload- und Download-Geschwindigkeit. Wer täglich Material zwischen Aufnahme, Mix und Mastering bewegt, bemerkt das schneller als jede andere Funktion.
Der Upload läuft im Browser, der Tab sollte bis zum Abschluss geöffnet bleiben. Danach ist der Link sofort teilbar, und die Zahl der Downloads ist nicht begrenzt. Dieselbe Lieferung kann also gleichzeitig an Label, Verlag und Mastering gehen, ohne dass etwas mehrfach hochgeladen werden muss.
Unveröffentlichtes Material
- Passwortschutz für alles, was unter Sperrfrist steht
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Master vor der Veröffentlichung
- ein Ablaufdatum, das auf den Veröffentlichungstermin abgestimmt ist
- reiner Lesezugriff für alle, die nur hören und nicht liefern müssen
Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stehen ab dem Pro-Tarif zur Verfügung. Das Passwort sollte über einen anderen Kanal übermittelt werden als den Link, sonst hebt man den Schutz mit derselben Nachricht wieder auf.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung und das Protokoll der ein- und ausgehenden Übertragungen sind normale Kontofunktionen. Wer wissen will, wann ein Label oder ein Mastering-Studio eine Lieferung tatsächlich heruntergeladen hat, sieht das im Protokoll, ohne nachfragen zu müssen.
Gespeichert wird in einem Rechenzentrum in Prag, Tschechien, innerhalb der EU und unter der DSGVO. MyAirBridge ist seit 2012 am Markt und wird von Tschechien aus betrieben; zu den Kunden zählen unter anderem Netflix, Spotify, Warner Bros. und Disney sowie Dutzende internationale Filmfestivals.
Häufige Fragen
Wie schicke ich Stems an einen Mixing-Engineer?
Laden Sie den kompletten Stem-Ordner hoch und teilen Sie den Link. So wird nichts neu komprimiert und die Struktur bleibt erhalten.
Wie teile ich eine vollständige Session?
Packen Sie die Session mitsamt den zugehörigen Audiodateien zusammen und laden Sie den Ordner hoch. Sessions von mehreren Dutzend Gigabyte liegen innerhalb der Grenzen von Pro und Enterprise.
Wie schütze ich unveröffentlichte Musik?
Nutzen Sie Passwortschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und setzen Sie das Ablaufdatum auf den Veröffentlichungstermin.
Braucht der Künstler ein Konto, um etwas herunterzuladen?
Nein. Für den Download genügt der Link im Browser, eine Registrierung ist auf Empfängerseite nicht nötig.
Zusammenfassung
Audioarbeit verlangt unkomprimierte Auslieferung und eine saubere Versionsführung. Ordnerübertragungen erhalten Stems und Sessions unverändert, freigegebene Ordner bilden Revisionsrunden ab, und Passwortschutz zusammen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deckt unveröffentlichtes Material ab.